Insight

 

Disruptive Ideen entstehen häufig an Hochschulen. Wir nutzen die Kooperation aus Wissenschaft und Praxis, um Erkenntnisse zu den größten Herausforderungen zu generieren, denen sich die digitalen Unternehmen gegenüber sehen. Dazu fördert der IBC praxisnahe Forschungsprojekte der Medien- und Internetwirtschaft. Schwerpunkt der Forschung liegt dabei auf dem Bereich digitaler Geschäftsmodelle. Die bearbeiteten Themen umfassen aktuelle und praxisrelevante Fragestellungen und reichen von „Social Aggregation” bis zu der „Monetarisierung von Connected TV“. Außerdem fördern wir den Wissenstransfer von Unternehmen zu Universitäten, indem wir regelmäßige Gastvorträge an Universitäten sowie studentische Projektarbeiten in Kooperation mit den IBC- Unternehmen fördern.

 

Forschungsprojekte

Im Rahmen des IBC fördern wir praxisnahe Forschungsprojekte, die mit in Kooperation der Unternehmen und der beteiligten Universitäten entstehen. Die Forschungsprojekte werden in regelmäßigen Abständen innerhalb des IBC-Netzwerks präsentiert und diskutiert.

Ausgewählte Forschungsprojekte Publikationen

Projektarbeiten und Gastvorträge

Jedes Semester gibt es für die Unternehmen im IBC die Möglichkeit, ihre Themen in verschiedene Lehrveranstaltungen an der LMU München sowie der UR Regensburg zu integrieren, z.B. in einem studentischen Projektkurs oder einem Gastvortrag in einer der Vorlesungen. Sollten Sie sich dafür interessieren, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

 

 

 

 

Ausgewählte Forschungsprojekte

Kundenbindung

Kundenbindung bei Internet-Anbietern

Im Internet ist der nächste Anbieter nur einen Klick entfernt. Betrachtet man den Wechsel zwischen zwei Anbietern, so gilt es zwischen Einflussgrößen zu unterscheiden, die einen positiven Einfluss auf die Wechselwahrscheinlichkeit haben, und Faktoren, die einen Wechsel erschweren und das Verbleiben beim bisherigen Anbieter begünstigen. Der Wechsel zwischen verschiedenen Anbietern wird häufig zusätzlich durch Wechselkosten sowie Lock-In-Effekte für den Kunden erschwert.

Das Verständnis, welche Faktoren welchen Einfluss auf einen Kunden ausüben, ist essentiell. Versteht man diese Einflüsse, ist eine entsprechende Behandlung des Kunden möglich.

Kontakt:
Betreuung durch Andrea Dechant am Institut für Electronic Commerce und Digitale Märkte der LMU München.

Digitale Services zur Kernangebotserweiterung

Innovations- und Entwicklungsprozess digitaler Dienstleistungen zur Kernprodukterweiterung

 

Durch eine zunehmende Angleichung bestehender Produkte und Dienstleistungen sowie sich ändernder Kaufgewohnheiten erzielen Unternehmen entscheidende Vorteile nicht mehr allein durch Kosten- oder Technologieführerschaft. Vielmehr gewinnen Dienstleistungen (Services) als Differenzierungsmerkmal zunehmend an Bedeutung. Insbesondere moderne Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglichen völlig neue Möglichkeiten für innovative digitale Services. Oftmals entsteht hierbei ein ganzes Ökosystem an digitalen Services zur Erweiterung der eigentlichen Kernleistung einer Marke.

Dabei stellt sich die Frage, wie Unternehmen strategisch bei der Planung und Entwicklung sowie dem zielgerichteten Einsatz dieser digitalen Services vorgehen sollen. Infolgedessen sind Kenntnisse über Wirkungszusammenhänge und Rückkopplungseffekte auf das bestehende Geschäftsmodell bzw. die Kernleistung des Unternehmens von entscheidender Bedeutung.

Kontakt:
Betreuung durch Markus Huppatz am Lehrstuhl für Innovations- und Technologiemanagement der Universität Regensburg.

Refinanzierung von Medieninhalten

Die Konvergenz von Content und Commerce

Content und Commerce werden bisher zumeist als zwei verschiedene Geschäftsmodelle im Internet betrachtet. Während Content die Aggregation, Bündelung und Distribution von informierenden, unterhaltenden und bildenden Inhalten umfasst, versteht man unter Commerce den Verkauf von Waren und Dienstleistungen. Eine Verbindung zwischen den beiden Geschäftmodellen besteht insofern, als dass Onlinehändler mittels Werbung zur Refinanzierung von Medienunternehmen und damit von Inhalten beitragen. Auf der anderen Seite können Medienunternehmen auch Commerce betreiben, wenn sie ihre Inhalte kostenpflichtig anbieten.
Content und Commerce sind mittlerweile jedoch deutlich enger miteinander verwoben. Auf der einen Seite versuchen Medienunternehmen vermehrt, Inhalte zur Anbahnung von Produktverkäufen einzusetzen, um an den Erlösen beteiligt zu werden (Revenue Sharing). Auf der anderen Seite haben Onlinehändler erkannt, dass sie Inhalte benötigen, um ihre Shops für Kunden interessant zu machen und diese an sich zu binden (Content-driven Commerce).

Als Beispiele seien der Onlineshop CoffeeCircle.com oder das Themenportal outdoor.de von Globetrotter genannt. Für Onlinehändler ergibt sich daher die Frage, welche Rolle Inhalte im Verkaufsprozess spielen und ob sie einen entscheidenden Erfolgsfaktor im Commerce darstellen. Medienunternehmen hingegen stehen vor der Frage ob sie ihre Inhalte gewinnbringend in die Anbahnung von Transaktionen einbringen können ohne das ursprüngliche Ziel – den Rezipienten zu informieren, zu unterhalten oder zu bilden – zu vernachlässigen.

Kontakt:
Betreuung durch Benedikt Berger am Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der LMU München.

Monetarisierung von Connected TV

Erfolgsfaktoren von Werbung auf dem Second Screen

Über die Hälfte der TV-Zuschauer nutzt mobile Endgeräte parallel zum TV-Konsum. Diese Parallelnutzung von Smartphone oder Tablet wird gewöhnlich unter dem Begriff Second Screen zusammengefasst. Dabei verliert das lineare TV Programm immer mehr an Aufmerksamkeit und die TV-Branche wird zunehmend vor neue Herausforderungen gestellt. Zum einen müssen Anbieter von Medieninhalten mit Hilfe von mobilen Applikationen versuchen, die Zuschauer geräteübergreifend zu binden.

Zum anderen müssen sich die Akteure der Frage stellen, welche Monetarisierungsformen in der Zukunft auf dem Second Screen vorherrschen werden und wie die Ausgestaltung dieser aussehen wird.

Kontakt:
Betreuung durch Lena Hoeck am Institut für Electronic Commerce und Digitale Märkte der LMU München.

 

Freemium

     Ausgestaltung und Einsatzmöglichkeiten des Freemium-Modells

Freemium ist ein Akronym aus Free und Premium und steht für die Idee lediglich den Premium-Zugang zu einem Internet-Angebot kostenpflichtig zu machen und eine funktional eingeschränkte Basis-Version kostenlos anzubieten. In der letzten Zeit gehen Freemium-Anbieter, wie beispielsweise der schwedische Musikstreaming Dienst Spotify,
dazu über, das kostenlose Basis-Angebot in seinen Funktionen sukzessive einzuschränken, um die Nutzer in das kostenpflichtige Bezahlmodell zu bewegen. Daher stellt sich insbesondere die Frage, was Nutzer dazu bewegt, in ein kostenpflichtiges Bezahlmodell zu wechseln.

Kontakt:
Dieses Projekt wurde durch Thomas Wagner am Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien betreut.

Social Selection

Social Selection: Die Aggregation von Inhalten in sozialen Medien

Aktuell zeigt sich, dass hoch qualitative Inhalte kostenlos und frei zugänglich sind und Angebote aus Online Zeitungen (z.B. Huffington Post) oder themenbezogenen Blogs (z.B. Techcrunch) stark an Popularität zunehmen. Die Inhalte dieser Angebote können in Aggregationsanwendungen automatisiert ausgewählt, zusammengeführt und kombiniert werden, angepasst an die Bedürfnisse des Nutzers, z.B. durch Personalisierung oder Priorisierung.
Eine neue Art dieser Anwendungen, u.a. Flipboard, Pulse oder Zite, werden als Personalized News Aggregator (PNA) definiert.
Das Besondere ist die Integration sozialer Empfehlungssysteme, welche aufgrund sozialer Informationen über den Nutzer eine bessere Auswahl der Inhalte ermöglichen. Es stellt sich daher u.a. die Frage, in wie weit Medienunternehmen auf diese Anwendungen, sowie zugrundeliegende Technologien, zurückgreifen können und wie sich etablierte Geschäftsmodelle in der Zukunft verändern.

Kontakt:
Dieses Projekt wurde durch Oliver Oechslein am Institut für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der LMU München betreut.

 

Organisationskultur & Digitale Transformation

Steuerung des digitalen Kulturwandels

Um im digitalen Zeitalter weiterhin relevant zu bleiben und das Potential neuer digitaler Technologien voll ausschöpfen zu können, ist es für Unternehmen essentiell die Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern. Organisationskultur wird als #1 Challenge der digitalen Transformation angesehen – Digitalisierungsinitiativen scheitern häufig an einer hinterherhinkenden Organisationskultur, die für die Verankerung des digitalen Wandels noch nicht bereit ist. Um die Potentiale neuer Technologien voll ausschöpfen zu können, müssen Unternehmen also vor allem zuerst ihre Organisationskultur digitalisieren. 

Daher stellen sich die Fragen, was eine „Digitalkultur“ auszeichnet, wie sich Organisationskultur durch Digitalisierung verändern muss und vor allem, wie sich der digitale Kulturwandel steuern lässt.

Kontakt:
Betreuung durch Eva Hartl am Institut für Electronic Commerce und Digitale Märkte der LMU München.

Publikationen

2016

Berger, B., und Matt, C. (2016)
“Media Meets Retail – Re-evaluating Content Quality in the Context of B2C E-commerce”
wird erscheinen in: Proceedings of the 24th European Conference on Information Systems, Istanbul, Türkei.

Berger, B., Staffler, J., und Hess, T. (2016)
“Content Marketing”
wird erscheinen in: MedienWirtschaft – Zeitschrift für Medienmanagement und Medienökonomie (13:1).

Horlacher, A. ; Klarner, P.; Hess, T. (2016)
“Crossing Boundaries: Organization Design Parameters Surrounding CDOs ander Their Digital Transformation Activities”
wird erscheinen in: Proceedings of the 22nd Americas Conference on Information Systems (AMCIS), 2016, San Diego, USA.

Horlacher, A. (2016)
“Co-Creating Value – The Dyadic CDO-CIO Relationship During the Digital Transformation”
wird erscheinen in: Proceedings of the 24th European Conference on Information Systems (ECIS), Istanbul, Türkei.

Horlacher, A.; Hess, T. (2016)
“What Does a Chief Digital Officer Do? Managerial Tasks and Roles of a New C-level Position in the Context of Digital Transformation”
erschienen in: Proceedings of the 49th Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS), Hawaii.

2015

Berger, B., Matt, C., Steininger, D.M., und Hess, T. (2015)
“It Is Not Just About Competition with “Free”: Differences Between Content Formats in Consumer Preferences and Willingness to Pay”
erschienen in: Journal of Management Information Systems (32:3), S. 105-128

Berger, B.; Hess, T. (2015)
“The Convergence of Content and Commerce: Exploring a New Type of Business Model”
erschienen in: Proceedings of the 21st Americas Conference of Information Systems (AMCIS), Puerto Rico

Dechant, A.; Spann, M. (2015)
The role of homophily and popularity within communication behavior on online dating platforms
erschienen in: INFORMS Marketing Science Conference 2015, Baltimore

Berger, B.; Hess, T. (2015)
Die Konvergenz von Medien und Handel im Internet
erschienen in: Marktplätze im Umbruch, C. Linnhoff-Popien, M. Zaddach & A. Grahl (Hrsg.), Springer, pp. 449-458

Oechslein, O.; Haim, M.; Graefe, A.; Hess, T.; Brosius, H.-B.; Koslow, A. (2015)
“The Digitization of News Aggregation: Experimental Evidence on Intention to Use and Willingness to Pay for Personalized News Aggregators”
erschienen in: Proceedings of the 48th Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS 2015), Hawaii, 2015

2014

Wagner, M. T.; Benlian, A.; Hess, T. (2014)
“Converting freemium customers from free to premium – The role of the perceived premium fit in the case of music as a service”
erschienen in: Electronic Markets, Vol. 24, Issue 4, pp. 259-268

Horlacher, A.; Hess, T. (2014)
“Der Chief Digital Officer”
erschienen in: MedienWirtschaft – Zeitschrift für Medienmanagement und Kommunikationsökonomie, Vol. 10, No. 3, pp. 32-35

Huppatz, M. (2014)
“Digitale Produkt-Service Systeme“
erschienen in: Diskussionspapiere Lehrstuhl für Innovations- und Technologiemanagement, Universität Regensburg, Nr. 1/14

Oechslein, O.; Fleischmann, M.; Hess, T. (2014)
“An Application of UTAUT2 on Social Recommender Systems: Incorporating Social Information for Performance Expectancy”
erschienen in: Proceedings of the 47th Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS 2014), Hawaii, 2014

Oechslein, O.; Hess, T. (2014)
“The Value of a Recommendation: The Role of Social Ties in Social Recommender Systems”
erschienen in: Proceedings of the 47th Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS 2014), Hawaii, 2014

Oechslein, O. (2014)
“On the Search for New Revenue Models: An Empirical Investigation of Personalized News Aggregators”
erschienen in: Proceedings of the 27th Bled eConference (2014) – e-Ecosystems, Bled, Slovenia

2013

Oechslein, O.; Hess, T. (2013)
“Incorporating Social Networking Information in Recommender Systems: The Development of a Classification Framework”
erschienen in: Proceedings of the 26th Bled eConference (2013) – eInnovations: Challenges and Impacts for Individuals, Organizations and Society, Bled, Slovenia.

Oechslein, O.; Hess, T. (2013)
“Paying for News: Opportunities for a New Business Model Through Personalized News Aggregators (PNAs)”
erschienen in: Proceedings of the 19th Americas Conference of Information Systems (AMCIS 2013), Chicago, Illinois, USA.

Wagner, T.; Benlian, A.; Hess, T. (2013)
“The Advertising Effect of Free – Do Free Basic Versions Promote Premium Versions within the Freemium Business Model of Music Services?”
erschienen in: Proceedings of the 46th Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS 2013), Hawaii, 2013

Wagner, T.; Hess, T. (2013)
“What Drives Users to Pay for Freemium Services? Examining People’s Willingness to Pay for Music Services”
erschienen in: Proceedings of the 19th Americas Conference of Information Systems (AMCIS 2013), Chicago, Illinois, USA.

2012

Hess, T.; Oechslein, O. (2012)
“Personalisierungssysteme”
erschienen in: MedienWirtschaft – Zeitschrift für Medienmanagement und Kommunikationsökonomie, 4/2012, pp. 36-39

Wagner, T.; Hess, T.; Benlian, A. (2012)
“The Role of Product Involvement in Digital and Physical Reading – A comparative Study of Customer Reviews of eBooks vs. Printed Books”
erschienen in: Proceedings of the 20th European Conference on Information Systems (ECIS), Barcelona, Spain, 2012

Mahnke, R.; Wagner, T.; Benlian, A. (2012)
“Flow Experience on the Web: Measurement Validation and Mixed Method Survey of Flow Activities”
erschienen in: Proceedings of the 20th European Conference on Information Systems (ECIS), Barcelona, Spain, 2012